Logo Coming soon! Facebook Profil

Tauchsportclub

Berichte und Fotos

Bitte Veranstaltung wählen!

Greizer eröffnen die Freiwassersaison beim OTTO-Pokal

Starke Mannschaftstreffübung bringt Platz drei in der Pokalwertung

OTZ/Andreas Ludwig Bei Kaiserwetter startete der TC Chemie Greiz in die diesjährige Freiwassersaison. Zehn Taucher des Vereins waren nach Birkwitz bei Pirna zum 30. OTTO-Pokal an den dortigen Kiessee gereist. In dem zweitägigen Wettbewerb galt es am Samstag zwei Einzeldisziplinen und am Sonntag eine erweiterte Mannschafttreffübung (MTÜ) zu absolvieren, um Punkte für die Pokalwertung zu sammeln. Der erste Wettkampf der Saison ist jedoch vorrangig immer eine Standortbestimmung für alle Teilnehmer. Nicht nur das Gefühl für ein offenes Gewässer muss wieder gefunden werden, auch technische Tücken schleichen sich zu Beginn gern ein. So hatten die Greizer gleich bei der ersten Strecke mit dem Handikap zu kämpfen einen falschen Startpunkt vermessen zu haben und so einen längeren Kurs schwimmen zu müssen als die Konkurrenz. Nicht weniger als der anspruchsvolle Sternkurs stand dabei auf dem Programm. Dazu müssen fünfmal abwechselnd eine unter Wasser nicht sichtbare Wendeboje umrundet und anschließend ein Orientierungspunkt angetaucht werden, bis die Zeit im Ziel über die Platzierung und die erreichten Punkte entscheidet. Nur Maximilian Viehhäuser gelang es aus Greizer Sicht, den Kurs bis zum Punkt 5 erfolgreich zu absolvieren. Alle anderen Greizer machten auf der Strecke Fehler. Jedoch ließen auch andere Teams beim Sternkurs Federn. Am erfolgreichsten präsentierten sich die Gäste aus dem tschechischen Prag.
Am Samstagnachmittag mussten alle Teilnehmer in gleicher Reihenfolge des Vormittags auf dem M-Kurs noch einmal Flosse bekennen. Bei dem Kurs, der auch oft als „Wende“ bezeichnet wird, müssen die Wettkämpfer drei Wendebojen umrunden und das Zentrum einer 30m langen Zielleine möglichst ohne Abweichung erreichen, denn für die Wertung zählen sowohl Geschwindigkeit als auch Genauigkeit. Die vermeintlich einfache Einzeldisziplin wurde jedoch zu einem sehr selektiven Wettbewerb, denn der zweite Wendepunkt stellte für eine Vielzahl der Teilnehmer ein „unüberwindliches“ Hindernis dar. In den Jugendkategorien entschied somit eine „falsche“ Wende über die Platzierungen. Für den TC Chemie beim OTTO-Pokal ein Glücksfall, denn Josefine Knorr und Titus Kupka gewannen jeweils diese Disziplin. Bei den Erwachsenen machte es nur der „alte Hase“ Robin Langebach besser, indem er den Kurs erfolgreich bis ins Ziel absolvierte. Am Ende des ersten Wettkampftages standen damit gemischte Erfolge für den TC Chemie Greiz zu Buche.
Der Sonntag musste also alles richten. Entgegen dem internationalen Regelwerk, in dem jeweils vier Wettkämpfer für die Mannschaftstreffübung startberechtigt sind, sah die Ausschreibung des OTTO-Pokals sechs Teilnehmer vor, von denen mindestens zwei weiblich sein mussten. An der Stelle waren die Greizer gut aufgestellt, denn sie konnten gleich zwei Teams ins Rennen schicken. Die Mannschaft Greiz 1 startete in voller Besetzung mit Marion Zielke, Titus Kupka, Maximilian Viehhäuser, Robin Langebach, Antje Viehhäuser und Julia Wildenhain. Das Team Greiz 2 ging mit den Startern Josefine Knorr, Tom Rybka, Dennis Drechsler und Christian Zielke in den Wettkampf. So unspektakulär wie es erscheint, man muss sich ja nur von verschiedenen Punkten startend an zwei Punkten treffen und dann so schnell wie möglich und genau gemeinsam ins Ziel schwimmen, bringt gerade die Mannschaftsübung immer wieder außergewöhnliche Ergebnisse. Abpfeifende Regler, nicht gefundene Treffpunkte, „verlorengegangene“ Wettkämpfer und viele andere Besonderheiten machen den Wettkampf spannend. Das Greizer „Sechserteam“ machte in Birkwitz alles richtig. Mit nur drei Metern Abweichung vom Zentrum kamen alle gestarteten Sportler regelgerecht im Ziel an und sammelten somit „viele“ wichtige Punkte in der Pokalwertung. Nur das Gastteam aus Tschechien war schneller im Ziel als die Greizer.
Bei der Siegerehrung jubelten die Taucher des TC Chemie somit über einen unerwarteten dritten Platz hinter Prag und Dresden.
Der Gesamteindruck des Wochenendes lässt hoffen auf die kommenden Herausforderungen, denn am Pfingstwochenende, steht schon der erste Teil der Deutschen Meisterschaften in Verbindung mit einem Europacup in Nordhausen auf dem Wettkampfkalender.

Slideshow: Start  Stop